5 Dinge, die man über Pokémon Go wissen sollte

Gerade mal einen Monat ist es her, dass Nintendo Pokémon Go heraus gebracht hat – und schon jagen Millionen Menschen auf der ganzen Welt nach den virtuellen Taschenmonstern. Hier 5 Dinge, die man über den Pokémon Go wissen sollte.

Die Macher

Pokémon gibt es schon seit 1996: Die kleinen lustigen Wesen betraten zum ersten Mal in einem Nintendo-Videospiel die Gameszene. Die Spieler fangen, trainieren und setzen die Monsterchen in Wettkämpfen ein. Der Siegeszug ließ nicht lange auf sich warten – bald gab es Kartenspiele, Animeserien und sogar Kinofilme. Hinter all dem stecken die Firmen Nintendo, Niantic (ein Spinoff von Google) und die Pokémon Company, an der Nintendo 32% hält. Doch die wirklichen Ursprünge von Pokémon Go lassen sich auf einen Aprilscherz von Google zurück verfolgen: Im April 2014 launchte Google auf Anregung von Entwicklern von Nintendo und der Pokémon Company ein Minispiel namens “Pokémon Challenge”. Dort mussten die Spieler zwar keine realen Orte aufsuchen, aber sie konnten Pokémons auf einer Google Weltkarte sammeln. Das Spieleprinzip war schon fast das gleiche wie bei Pokémon Go. Tatsuo Nomura, der damals bei Google Maps war und das Ganze umgesetzt hatte, hat heute eine leitende Funktion bei Niantic.

Schwindelerregender Erfolg

Pokémon Go ist die erfolgreichste App und die erfolgreichste Augmented Reality Anwendung aller Zeiten. Schon in der ersten Woche brach Pokémon Go alle Rekorde für die meist heruntergeladene App: nach nur drei Tagen schlug Pokémon Go die superpopuläre Flirt-App Tinder. Offensichtlich ist es interessanter, virtuelle Kampftierchen zu jagen als potentielle Datingpartner. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer überstieg schnell die von Twitter und das Spiel überholte innerhalb kürzester Zeit Dauerspitzenreiter wie “Candy Crush Safga” und “Clash of Clans”. Innerhalb von nur drei Wochen nach dem Launch in den USA haben weltweit mehr als 75 Millionen User das Spiel installiert. Und das ist noch lange nicht das Ende: Bisher sind Menschen in 15 Ländern hinter den bunten Kreaturen her – doch der Release in Indien, China und Korea steht noch an!

Augmented Reality Gameplay

Im Gegensatz zu Virtual Reality (VR), wo der User sich in einer eigenen, abgeschlossenen Welt aufhält und dabei in der Regel eine VR-Brille oder ein Head Mounted Display trägt, ist Augmented Reality (AR) eine digitale “Erweiterung” der realen Welt. Als Device wird das Handy benutzt: Mit der Handykamera wird die reale Welt gescannt und darüber dann eine digitale Ebene gelegt und auf dem Handydisplay angezeigt – in diesem Fall Pokémons. Der Spieler sieht auf einer virtuellen Landkarte auf dem Handydisplay, wo sich Pokémons, Spielgegenstände und Spielorte befinden. Dort muss er sich dann (physisch) hin bewegen, die Pokémons finden und durch (virtuelles) Werfen eines Pokéballs fangen. Es ist eine gelungene Mischung aus Schnitzeljagd und Videospiel. Der Spieler kann an bestimmten Orten spielrelevante Gegenstände wie Münzen und Pokéballs einsammeln und er kann an bestimmten Orten, wo sich so genannte Gyms und Arenen befinden, seine Pokémons gegen die anderer Spieler antreten lassen. 

Kosten für die Spieler und Monetarisierung

Das Spiel selbst ist kostenlos, doch die Spieler können mit echtem Geld virtuelle Münzen kaufen, um wiederum im Spiel spezielle Gegenstände zu erwerben. Weiterhin verdienen die Macher von Pokémon Go Geld, indem Unternehmen oder auch Restaurants und Läden Geld dafür zahlen, um als Pokéstop oder Gym gelistet zu werden – auf diese Weise locken sie viele potentielle Kunden in ihre Geschäfte.

Wert für Nintendo

Innerhalb einer Woche nach dem Launch des Spiels gingen die Nintendo-Aktien erst einmal durch die Decke: der Firmenwert stieg um sagenhafte 7,5 Milliarden Dollar an. Da Nintendo aber nur teilweise an dem Spiel beteiligt war, sank der Wert auch schnell wieder. Analysten errechneten, dass Pokémon Go monatlich 140 bis 196 Millionen Dollar pro Monat Umsatz machen müsste, um einen signifikanten Einfluss auf die Nintendo-Profite zu haben. Nach Schätzungen von Experten generierte Pokémon Go am ersten Release-Tag 3,9 bis 4,9 Millionen Dollar Umsatz – es müsste sich also noch eine ganze Weile in den Top Charts halten, bevor es zu einer richtigen Cash Cow für Nintendo wird. Wir können gespannt sein, ob der Hype um die kleinen Monster anhält oder ob der App das gleiche Schicksal wie der superpopulären App “Draw Something” droht, an der die Nutzer nach einem enormen Anfangserfolg schnell das Interesse verloren haben.